86/1100/300

1985 schlug ein Meteor ein, der das Aussterben der bisher dominanten altvorderen Asphaltsaurier einleitete. Ein Meteor mit 750ccm, vollen 100PS, nur 200 vollgetankten Kilos, Alurahmen und einem hypersportlichem Trainingsanzug. Suzuki schmiss die GSXR-750 auf den Markt und läutete damit die wohl erfolgreichste Motorenserie ein, die jemals gebaut wurde und in verschiedensten Erscheinungsformen heute noch den Markt dominiert. Ein Jahr später kam dann der große Bruder mit 1100ccm und einer großen Extraportion Arschtritt dazu. Waffenscheinpflichtiges Gerät für jedermann, auch ohne polizeiliches Führungszeugnis beim Händler abzuholen. Die Käufer waren begeistert, die Konkurrenz geschockt, und die Strassen hatten einen neuen König.

Pump up the volume

Statt auf unkontrollierten Anbau setzte man beim vorliegenden Exemplar auf hemmungslosen Abbau und beschnitt sowohl Rahmenheck, als auch Verpackung des Oldies gewissenhaft und nachhaltig. Während vorne eher dezent auf Upsidedown und moderne Rad-Bremsanlagen aus dem TL-Lager umgerüstet wurde, bekam das leichtmetallerne Rektum wesentlich exotischere Maßnahmen verpaßt.

Achterdeck mit fetten Planken

Der Heckrahmen kommt selbsttragend, also ohne sichtbare Unterzüge daher und verbirgt im aufgesattelten Höcker auch gleich noch die Schalldämpfereinheit mit rechtsseitigem Abgas-Katheter. Unterhalb des Sitzmöbels dreht (oder eher walzt) eine zehneinhalb Zoll breite Felge mit dreihunderter Gummilaken. Das ist mehr als das doppelte der werksseitigen Auslieferung. Dass eine derartige Dimensionserweiterung nicht einfach in die originale Schwinge zu würgen ist, erübrigt wohl jegliche Erwähnung. Soll der Pneu dann auch noch mittig rotieren, wachsen die Maßnahmen auf einen beträchtlichen Katalog an.

Fastfood ohne Fettgehalt

In Ermangelung von Fertigsuppen für das geplante Gericht, begab man sich in die eigene, kleine und feine Metallküche, wo eine Antriebslösung mitsamt Stützlagern ersonnen und gebaut wurde. Diese führt fortan die Kette außen am Rahmen vorbei. Die gewonnenen Zentimeter sind auch dringend notwendig, damit Flucht und Mittenlauf symmetrisch bleiben und die Fahrdynamik nicht über Gebühr leidet.


TECHNISCHE DATEN
Modell: Suzuki GSX-R 1100 (Bj.´86)
Motor: Serie, lackiert, außenliegendes Stützlager für Getriebeausgang, Kette verläuft außerhalb des Rahmens
Ölkühler: Serie, lackiert
Vergaser: Serie, per Dynojet-Kit neu abgestimmt
Luftfilter: K&N
Auspuff: Bandit-Krümmer (verlängert), Zwischenrohr und -Schalldämpfer Eigenbau
Rahmen: Serie, poliert, gekürzter Heckrahmen ohne Stützstreben, horizontale Verstärkung
Schwinge: Einzelanfertigung
Federbein: Serie
Gabel: TL 1000
Gabelbrücken: TL 1000, modifiziert
Räder: vorne TL 1000 (3,5“ x 17“), hinten ´90er GSX-R-Felge (auf 10,5“ x 18“ verbreitert)
Bereifung: vorne Avon AV59 in 120/70/17, hinten Avon Venom in 300/35/18
Lenker: Fehling
Bremsen: vorne TL 1000-Scheiben, GSX-R-Zangen, hinten GSX-R
Fußrastenanlage: RaiRoTec
Tank: Serie, gecleante Entlüftung
Höcker: Bimbo’s Fighters
Kotflügel: Serie, modifiziert
Armaturen: Serie, rechte Schaltereinheit entfernt
Instrumente: DET 100


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